Schlagwort: panikattacken

Corona Pandemie - Keine Panik!

Wie kann Psychotherapie bei der Corona-Krise helfen?

Die Corona-Krise beeinflusst in weitreichendem Maße unser Leben. Betroffen sin alle Länder weltweit, betroffen ist unser gesamtes gesellschaftliche Leben und betroffen ist das Leben jedes einzelnen Menschen. Hier setzt die Psychotherapie an.

Die Corona-Krise führt zu einer ängstlichen und niedergedrückten Stimmung. Die Sorge: "Werde ich an Corona erkranken?", "wird einer meiner engen Bezugspersonen erkranken?", "wie kann ich verhindern, andere Menschen anzustecken?", "wie wird der Verlauf sein?", "werde ich oder jemand aus meiner Familie/von meinen Freunden sterben?", "werden wir die wirtschaftliche Situation auffangen können?" beschäftigt uns alle.

Das Corona-Virus verursacht eine stetig zunehmende Zahl an Erkrankungen sowie Todesfällen und stellt somit eine konkrete Bedrohung dar. Angst ist erstmal eine biologisch angelegte Reaktion auf Gefahr. Ohne Angst würden wir den Abgrund hinunter stürzen und ohne Angst würden wir unsere Kinder nicht vor Drogenkonsum warnen. Angst wird erst dann zum Problem, wenn sie übersteigert ist oder wenn wir handlungsunfähig werden.

Die Corona-Krise ist eine reale Gefahr und Angst zu haben ist eine angemessene Reaktion. Sie hilft uns, vernünftig mit sozialen Einschränkungen umzugehen, unsere Großeltern zu schützen und unsere Freunde nicht zu treffen. Sie hilft uns, wirtschaftlichen Verzicht zu leisten.

Zum Problem wird Angst erst dann, wenn sie übersteigert ist. Wenn sie uns so sehr dominiert, dass wir Schlafprobleme bekommen, wenn wir hoffnungslos werden, keinen Appetit oder zu viel davon haben, wenn wir verstärkt zu Alkohol greifen, wenn uns ängstliche oder niedergedrückte Stimmungen über weite Strecken des Tages begleiten, wenn wir uns im Supermarkt nicht mehr kontrollieren können, weil Toilettenpapier ausverkauft ist, wenn wir uns zum dritten Mal hintereinander die Hände waschen, wenn alles nur noch ausweglos ist und unser Leben zu Ende scheint. Dann hat die Corona-Krise unser Denken und Fühlen im Griff und wir können keine geeigneten Bewältigungsstrategien mehr finden.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind verschieden Maßnahmen weltweit getroffen worden. Dazu zählen Einreiseverbote, Kontakt- und Ausgangssperren, Schließungen der Schulen, Kitas, Universitäten, Restaurants, Geschäfte, etc.. Viele arbeiten nun von zu Hause, haben Kurzarbeit oder kurzfristig gar keinen Arbeitsplatz mehr. Die wirtschaftlichen Konsequenzen sind katastrophal, die existentiellen Sorgen nehmen für viele mit jedem Tag zu.

Diese sehr sinnvollen Bewältigungsmaßnahmen zur Eindämmung des Krankheitsgeschehens haben leider auch andere negative Konsequenzen. Einschränkung der sozialen Kontakte, Rückzugsverhalten sowie weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens sind depressionsfördernde Faktoren. Das Gefühl von Hilflosigkeit und mangelnder Kontrolle ist ebenfalls ein Faktor, der mitverantwortlich ist für die Entstehung von Depressionen. Existentielle Sorgen können erhebliche psychische Symptome wie Ängste und Depressionen bis hin zur Suizidalität u. ä. auslösen.

Hier sind Tipps, wie Sie mit dieser schwierigen Situation umgehen können:

  • Bleiben Sie aktiv! Bewegung und Sport sind ein hochwirksames nicht-medikamentöses Antidepressivum.
  • Strukturieren Sie Ihren Tag! Auch wenn wir gerne Freiraum haben, gibt uns eine Tagesstruktur das Gefühl, dass wir Kontrolle und die Dinge in der Hand haben. Außerdem macht es positive Gefühle, Dinge auf unserer To-Do-Liste abhaken zu können.
  • Pflegen Sie Ihre Kontakte weiter! Im Zeitalter der Digitalisierung können wir chatten, telefonieren, skypen, Video-Meetings abhalten etc.. Das gibt uns das Gefühl von Verbundenheit und Unterstützung.
  • Schützen Sie sich vor Horror-Berichten in den Medien! Auch wenn es gut ist, informiert zu sein, reicht es, sich einmal am Tag mit den neuen Infos vertraut zu machen. Wir können uns der Schreckenswirkung von Bildern und Nachrichten nicht entziehen.
  • Nutzen Sie die Entschleunigung! Hobbys wieder aufzunehmen oder eine Sprache zu lernen sind positive Aspekte von "Stay at home". Auch Entspannungsübungen, Hören von Musik, Meditation oder Achtsamkeitsübungen helfen den Stress beiseitezuschieben.
  • Legen Sie eine Liste von Dingen an, die Ihnen wirklich Freude machen. Jeden Tag eines davon sollte auf Ihrer To-Do-Liste stehen und lässt die Stimmung nicht in den Keller rutschen.
  • Helfen Sie anderen! Nicht nur der alten Dame von nebenan macht es Freude, wenn Sie für sie mit einkaufen. Auch Sie selbst fühlen sich gut und freuen sich über das Gefühl des Zusammenhaltens.

Sollten Sie sich dennoch zunehmend niedergedrückt, antriebslos, ängstlich oder gar panisch fühlen und diese Gefühle über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen anhalten, ist es ratsam, professionelle Hilfe einzuschalten. Immer mehr Ärzte und Psychotherapeuten bieten Videosprechstunden an, so dass Sie auch ohne Ansteckungsgefahr eine Beratung in Anspruch nehmen können.

Bleiben Sie gesund - in jeder Hinsicht!

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