Bei welchen psychischen Erkrankungen hilft eine Verhaltenstherapie?

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Psychotherapie bei einer Vielzahl psychischer Erkrankungen wirksam ist. Hierzu gehören:

Ängste

  • Phobien
    Vor Menschenmengen, öffentlichen Plätzen, engen Räumen, Tieren, Alleinsein oder alleine Reisen, Krankheiten, Blut, Prüfungen, Sprech- und Redeängste, Leistungsängste, Ängste bezüglich sozialer Kontakte etc.
  • Panikattacken
    Herzklopfen, Schweißausbrüche, Beklemmungsgefühle, Hyper-ventilieren, Zittern, Unsicherheit, Benommenheit, Schwindel, Angst zu sterben, Angst verrückt zu werden oder die Kontrolle zu verlieren
  • Generelle Ängste
    Vor alltäglichen Ereignissen und erhöhte Ängstlichkeit bei vielen Ereignissen

Depressionen

  • Gedrückte Stimmung, Interessens- oder Aktivitätsverlust, verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit, Selbstmord-gedanken, geringes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle oder Gefühle der eigenen Wertlosigkeit, vermindertes Konzentrationsvermögen, Entscheidungsschwäche, Schlafstörungen, Appetitverlust oder gesteigerter Appetit, Libidoverlust
  • Burnout
    Dauernd erschöpft, kraftlos, müde oder matt, Überforderung am Arbeitsplatz und/oder in der Familie u.ä.

Zwänge

  • Zwangshandlungen wie Waschzwänge, übertriebene Ordnung und Sauberkeit aber auch Zwangsgedanken, die als unangenehm oder unsinnig erlebt werden und gegen die erfolglos Widerstand geleistet wird u.ä.

Reaktionen auf schwere Belastungen

  • Akute Belastungsreaktion
    Psychischer Schock
  • Anpassungsstörungen
    Schwierigkeiten durch krisenhafte Veränderungen wie Trennungen, Scheidung, familiäre Probleme, Umzug, Jobwechsel, Verlusten, Verlust des Arbeitsplatzes u.ä.
  • Posttraumatische Belastungsstörung
    Verursacht durch außergewöhnliche Erlebnisse mit katastro-phalem Ausmaß, tiefe Verzweiflung mit Flashbacks, Träumen bzw. Alpträumen, Teilnahmslosigkeit, Gefühl der Abstumpfung oder Betäubtheit, Vermeidung von Situationen, die Erinnerung an das Trauma wachrufen, Ängste, Depressionen, Schlafstörungen, Erinnerungsverlust

Essstörungen

  • Anorexie
    Magersucht, Gewichtsabnahme und überwertige Angst zu dick zu werden
  • Bulimie
    Heißhunger bzw. Fressanfälle und Versuche durch Erbrechen oder Medikamente der Gewichtszunahme entgegenzuwirken

Substanzmissbrauch

  • Alkohol, Opioide, Cannabinoide, Sedativa, Hypnotika, Kokain, Halluzinogene, Lösungsmittel, Tabak, andere psychotrope Substanzen

Somatoforme Störungen

  • Körperliche Symptome, Erkrankungen, Schmerzen oder Beschäftigung mit Erkrankungen, ohne dass ein medizinischer Befund die Symptomatik erklären könnte, oftmals mit mehrjähriger Krankengeschichte

Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

  • Oft als überdauernde Verhaltensweisen wie Abhängigkeit von anderen, Selbstunsicherheit, übermäßiges Misstrauen, übertriebene Kränkbarkeit, Größenphantasien, sozial unangemessene Verhaltensweisen, generelle Empfindungslosigkeit, labile und schwankende Stimmungen, Impulsdurchbrüche, zwanghaftes/ängstliches Verhalten, chronische Eifersucht

Manie, Hypomanie

  • Plötzliche starke Euphorie, übermäßiges Geldausgeben, wenig Schlaf, Redefluss, Größenphantasien

Sexualstörungen

Schizophrenie, Psychosen

  • Wahnvorstellungen, Stimmen hören, Halluzinationen u.ä.

Spezielle Angebote

  • Ehe- und Partnerprobleme
  • Probleme in der Familie und Erziehung
  • Lebenskrisen, "Sinnfindung"
  • Probleme am Arbeitsplatz/Mobbing
  • Stressbewältigung/Entspannung
  • Erkennen und Nutzen des eigenen Potentials
  • Chronische Eifersucht, ständiges Misstrauen
  • Permanente Unzufriedenheit/Erlernen von Lebensfreude
  • Unsicherheit im Umgang mit Menschen
  • Psychoonkologie, Unterstützung nach einer Krebsdiagnose

Was versteht man unter einem „Burnout“?

Unter einem Burnout versteht man einen schweren geistigen, körperlichen und/oder psychischen Erschöpfungszustand, der sich …